Die Geschichte der FF Hönow
Die erste organisierte Brandbekämpfung im Ort gab es im Jahre 1909.
Bis zum Jahre 1934 existierte in Hönow das allgemeine Pflichtlöschwesen,
bei dem im Falle eines Alarm jeder Grundbesitzer einen Mann zu stellen hatte.
Jeder Pferdebesitzer hatte ein Gespanndienst zu leisten. Ein Gespann für die
Spritze und ein zweites für den Wasserwagen.
Das dritte wurde für den Mannschaftswagen benötigt, falls der Einsatzort sich ausserhalb von Hönow befand.
Diese Art der Brandbekämpfung wurde seit 1909 im Ort vollzogen. Damit gab es in
Hönow erstmals eine freiwillige Feuerwehr.
1934 wurde dann durch ein Gesetz angeordnet, dass in jeder
Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr eingerichtet werden sollte. Im Kreis Niederbarnim, zu dem damals 84 Gemeinden zählten, kamen nur 13 Gemeinden für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Frage.
Im Januar 1934 wurde das erste Feuerwehrdepot unseres Ortes in der Schulbaracke eröffnet. Zum Führer der Wehr wurde Richard Zakouriel ernannt, der das Löschwesen im Jahre 1921 vom Sattlermeister Lehmann übernommen hatte.
Nun ging es mit der Beschaffung der Ausrüstung zügig voran.
Eine Kraftspritze mit einer Leistung von 400l/min hatte der Gemeindevorsteher Kirschbaum bei einer Verlosung gewonnen. Nach 1934 wurde dann eine große Kraftspritze einer Leistung von 2800l/min angeschafft. Nach der offiziellen Gründung der Wehr erfolgte der Neubau eines Gerätehauses mit Steigeturm.
Es wurde ein Kraftfahrzeug nach eigenen Wünschen und Vorstellungen beschafft. Die Ausbildung der Kameraden erfolgte an den Abenden der
Woche und an Sonntagen bis September 1943 in Neuenhagen. Nun konnte die Wehr dem Landrat vorgestellt werden. Die Kameraden hatten eine Ausbildung im Fußdienst, in Steigeübungen und im Löschangriff erhalten. Jetzt wurde die Wehr durch die Gemeinde übernommen.
Sie bestand am Tag der Gründung aus 20 Mann.
Aus den Zeiten des zweiten Weltkriegs ist zu berichten, dass während eines Bombenangriffs britischer Flugzeuge die beiden Kameraden Otto Wolf und Ernst Hentschel ihr leben lassen mussten. Als sie auf einem Kontrollgang waren, wurden sie von den Splittern einer unmittelbar in der Nähe eingeschlagenen Luftmiene tödlich verletzt.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde dann die Wehr neu aufgebaut. Als
Wehrleiter wurde der Kamerad Fritz Nitsche ernannt.
Nicht selten kam es zu dieser Zeit vor, dass er sich mit einem Kanister zur Dienststelle nach Bernau begab, um den nötigen Sprit zu beschaffen.
1948 übernahm dann Hermann Ruck Sen. als Wehrführer die Hönower Feuerwehr. Man bekam zu jener Zeit eine TSA (Anhänger für Motorspritze).
Im Jahre 1954 waren alle Kameraden sehr glücklich, als ein altes Armeefahrzeug
vorhanden war, dass von Kameraden in mühsamer Eigenleistung als Zugfahrzeug
umgebaut wurde. Man hatte vorher von Bauern des Ortes Traktoren ausborgen
müssen, damit dieses Fahrzeug ersteinmal nach Hönow geschleppt werden konnte.
1956 erfolgt die Gründung einer Feuerwehrkapelle, die sich gut entwickelte.
Sie spielte oft zu besonderen Anlässen, aber nicht nur in unserem Ort.
Leider wurde die Kapelle 1969 wieder aufgelöst.
Im Jahre 1958 wurde die alte Schulturnhalle zu einem Kulturraum der
Feuerwehr umgebaut. Ein Teil der Mittel wurde vom Rat der Gemeinde finanziert, zum anderen aber auch viele Stunden eigene Leistung von den Kameraden erbracht.
1969 übernahm Gerhard Hermann die Funktion als Wehrleiter, der dann nach kurzer Zeit von Hermann Ruck Jun. abgelöst wurde. Sein Nachfolger wurde 1976
Wolfgang Ruck. Einige Jahre später wurde Gerhard Finger Wehrleiter und nach ihm
Rainer Ruschke. Seit Mai 2011 hat Jens Jochinke den Posten des Wehrleiters Übernommen.
Die umfangreichsten Brände seit dem 2. Weltkrieg:
- 1962 ein großer Brand auf dem Volksgut durch Blitzschlag
- 1965 ebenfalls durch Blitzschlag ein großer Brand in der Thälmannstraße
- 1974 entzündete sich die Scheune auf dem Bauerngehöft Gathow












